Der Sommer riecht nach Gras

Veröffentlicht in Das Leben 'außerhalb' am 25. Juni 2011 von Bisa

Der Sommer riecht nach Gras soll die alternative Liebesgeschichte zweier Jugendlicher sein, die, so könnte man argumentieren, unterschiedlicher kaum sein könnten. Violetta ist die Tochter eines verzweifelten Alkoholikers, die selbst des Öfteren zu Drogen greift, und die die Schulpflicht für völlig überbewertet hält. Herbert dagegen ist ein überdurchschnittlich begabter Enkelsohn eines Nobelpreisträgers. Er streift gelangweilt, fast gleichgültig durch das Leben, seit seine Angebetete ihn zurückgelassen hat. Wenig später tritt Violetta in sein Leben. Willkürlich und fast experimentell zeigt sie ihm ihre Art zu leben, und sieht sich völlig vorurteilsfrei die seine an. Zwei Menschen aus verschiedenen Welten beginnen einander zu verstehen, auf diesem Wege fangen sie an, sich zu helfen, als Violetta Herbert auf ihre naive, weise Art verdeutlicht, was Liebe wirklich ist, und Herbert Violetta mit seiner rationalen, eindeutigen Vorgehensweise klar macht, was sie eben nicht ist.
Ich will von Andersartigkeit erzählen, in einer Regenbogenfischgesellschaft und von Erwachsenwerden in einer Generation, wo die scheinbar letzten Grenzen ausgetestet, die letzten Tabus gebrochen werden müssen. Und irgendwie auch von Liebe, in einer Form, in der sie einem nicht ohnehin jeden Tag und aus jedem Medium entgegengequollen kommt. Kurz, erzählen will ich vom Leben.

Interesse geweckt, anyone? :D
Skript steht, im Moment bin ich bei der Grobkorrektur. Sobald die abgeschlossen ist werde ich fieberhaft Probeleser suchen, also stellt euch darauf ein c:

Reverse Necrophile Poem

Veröffentlicht in Uncategorized am 16. April 2011 von Bisa

Mir war langweilig. Falls jemand demnächst einen Text für nen drittklassigen Gothic-Song braucht, meldet euch.

Unter schwarzer Erde Schwaden
trübe Weiße zieht heran
faules Fleisch, gespickt mit Maden
Ewigkeit, die kaum begann

Deine Füße führen leise
mürben, feuchten Kies entlang
Freiheit – doch, auf diese Weise
Menschlichkeit der Untergang

Warme Hände suchen wild
Erwiderung auf deine Lust
mein Körper, ein entstelltes Bild
kein Herzschlag mehr in meiner Brust

Trübe Augen, fahle Haut
die Finger von Getier zerkaut
weiß im Mondlicht, kalt wie Stein
selbst noch im Tode bin ich dein.

Schweinewetter

Veröffentlicht in Uncategorized am 25. Januar 2011 von Bisa

Ein kurzer Post, denn in meinem Gehirn ist im Moment nicht viel Platz.

Wenn man in diesen Tagen, der kargen Witterung trotzend, die Straße entlangläuft, ist es einem, als hielte man ein pulsierendes, lebendiges Organ in der Hand, pures, pochendes Leben, wie ein menschliches Herz, und wenn man dann hineinbeißt, scheint es einem die Hitze bis in das kleinste periphere Gefäß zu pumpen, obwohl es nur ein Veggie Burger ist, den man grade ausgewickelt hat.

Schnee

Veröffentlicht in Uncategorized am 1. Dezember 2010 von Bisa

Zuerst: Ich mag Schnee.

Es gibt ja diese Leute, die mögen Schnee nicht. Denn er ist nass und kalt, und wenn man nicht aufpasst schmilzt er und zusammen mit Autos und Menschen macht er dann auch noch alles dreckig.

Ich jedoch
mag Schnee.

Wenngleich mir früher nie wirklich der tiefere Sinn des Schnees klar war. Heute habe ich ihn begriffen.
Früher dachte ich, dass Schnee alles leiser macht. Dem ist nicht so.

In Wahrheit, so stellte ich fest, löst Schnee jegliche Konturen auf.

Die Grenzen zwischen Straße und Fußweg, Trambahnstrecke und Verkehrsinsel,  Erde und Himmel, Faszination und Angst (sofern diese denn jemals klar gezeichnet war) verwischen mit zunehmender Schneetiefe mehr und mehr. Wenn eine dicke, weiche weiße Schicht alles bedeckt, dann erkennt keiner mehr die exakte Trennlinie zwischen hier und da, heute und gestern. Er weiß zwar, das ist jetzt und das ist dann, aber wo genau jetzt aufhört und dann anfängt, das kann er nicht mehr sehen.
Und irgendwann, wenn die Schneewehen die letzten Linien verschlungen haben, verlieren Zeit und Realität ihre Bedeutung ganz und die Unendlichkeit scheint nur noch ein Atemwölkchen entfernt.
Wenn diese Zeit kommt, fällt es geradezu lächerlich leicht, die Augen vor der Wahrheit und dem Morgen zu verschließen, die Zunge nach den Flocken zu recken und sich utopischem Wunschdenken hinzugeben.

Und wenn man dann, den Schnee von den praktisch nichtigen Schuhen im hier und jetzt angekommen an der Treppe abgeklopft hat und das Gefühl in die Finger langsam zurückkehrt, kommt man nicht umhin sich zu fragen, ob dieser grauenerregende Gebrauch von Pessimismus als Schutzmechanismus vor Enttäuschung und Schmerz und das Titulieren desselbigen als ‘realistisch sein’ eigentlich angeboren oder durch schlechte Musik und zwielichtige Kreise erst anerzogen ist.

Ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja

Veröffentlicht in Uncategorized am 6. November 2010 von Bisa

Ich bin grade barfuß einmal um den Block gerannt, nur bis das erste Steinchen sich in meinen Fuß bohrt und mich aufschreien lässt, noch einen Schritt und noch einen und noch einen. . .
Auf meiner Zunge lag der Geschmack des Wahnsinns. Mühevoll musste ich ihn runterschlucken, aber ich weiß, es ist nur für kurze Zeit.
Freude tropft von meiner Stirn und mein Herzc muss pures Endorphin pumpen. Ich bin so voller Energie wie ich es noch nie vorher war. Und ich weiß nicht wie ich sie kanalisieren kann. Ich will schreien, aber ich weiß dass das mich nicht von diesem Trip runterbringen wird, genauso wenig wie singen. Singen ist ein Katalysator, der stärkste den ich kenne.
Schreiben hilft, aber Schreiben ist ein Akt des Sedierens. Schreiben verlangt Gefühlen eine gewisse Konkretisierung ab, ein Herunterkomprimieren auf weniger Ebenen sozusagen, egal wie gut man es beherrscht. So kann das Schreiben ein Gefühl nie vollkommen stillen. Nur betäuben, und das ist zeitlich begrenzt, fast immer.
Aber ich weiß dass ich mich jetzt beruhigen muss, denn wenn ich mich jetzt nicht beruhige werde ich etwas unendlich Dummes tun. Ich weiß nicht ob ich es bereuen werde, aber ich weiß, dass es nach herkömmlichen Maßstäben extrem dumm ist, und das muss fürs Erste Grund genug sein um es nicht zu tun. Denn ich bin im Moment weit davon entfernt, zurechnungsfähig zu sein und will kein Risiko eingehen. Es gibt da diese Sache, die ich gerade um alles in der Welt nicht kaputtmachen will.
Es nicht zu tun tut mir weh und fällt mir schwer. Aber ich weiß, es ist nur für kurze Zeit, zum Glück.

Ich bin so froh, wie ich es innerhalb der Mauern dieser Stadt noch nie vorher war. Es ist ein allumfassendes und langanhaltendes Gefühl, das mich als ganze Person einnimmt und mein Innerstes neu beschreibt, in tausend Farben, blau und blau.
Und ich hoffe inständig dass es bald wieder weggeht, denn sonst kann ich keine andere Möglichkeit mehr sehen, als vor Freude zu platzen.

Linie 21 Richtung Westfriedhof

Veröffentlicht in Uncategorized am 18. Oktober 2010 von Bisa

Die Verfasserin dieses Artikels hat ihren heutigen Tag mit einer für sie sehr ungewöhnlichen Tat begonnen. Nachdem sie eine Stunde früher aufstand als gewöhnlich, begann sie, ohne die genauen Gründe dafür zu kennen, Straßenbahn zu fahren.

Stadtauswärts Straßenbahn fahren am Morgen ist purer Sinnesrausch.
Die zahllosen Lichter, binnen Sekunden verschmolzen zu einem homogenen Strang, der dem Schienenverlauf folgt wie ein Schatten, als einzige Lichtquelle, wenn man Orte, die man schon kennt plötzlich aus völlig andere Augen sieht.
Das alles geschieht, umspannt von der kalten, undurchdringlichen Hülle des Morgengrauens, die so viel stiller ist als die pulsierende, schwere Dunkelheit der Nacht, und viel feinfühliger macht für Sachen, die in der Luft liegen mögen oder auch nicht.

Und während die Augen der Verfasserin an den Lichtstreifen und Punkten pappten, machte ihr Herz einen Sprung, ohne die genauen Gründe dafür zu kennen.

Erst als sie die Rückreise antrat, lichtete sich die Dunkelheit und das Tageslicht nahm der Trambahn ihre Seele.

Straßenbahn fahren am Morgen ist Wahnsinn.

Die FH-München und wieso die Hoffnung doch nicht zu letzt stirbt

Veröffentlicht in Uncategorized am 6. Oktober 2010 von Bisa

Die Fachhochschule München ist ein schönes Gebäude.
Nicht nur dass die kunstvoll davorplatzierten Säulen durchaus etwas phallisches haben, nein, darüber hinaus befinden sich dort auch noch diverse extrem heiße Punk-Dark-Death-Doom-Goth-Studenten. Und als ich heute auf einem Steinquader saß, meine Blicke über die Metallermähnen von gewissen Personen schweifen ließ, und nachdem ich einen sinnloserweise um einen Stift gefragt hatte, bloß um mir “OMNOMNOM-ADOLF-ROFL” auf einen aus der Tasche gefriemelten Zettel zu schreiben, dachte ich darüber nach, wieso ich das eigentlich machte.

Es ist ein seltsames Gefühl. Dieses Gefühl, auch wenn man ganz genau weiß, dass das nie mehr werden wird, egal ob von beiden oder nur von einer Seite aus, und man sich trotzdem einfach über jedes winzig kleine Detail, das auch nur im Geringsten ein Indiz für Zuneigung oder Interesse sein könnte ein ganzen Schnitzel freut. Wenn jedes Lächeln, jedes “Ja, klar kannst du dich hier hersetzen”, jedes “Oh, hast du dir wehgetan?”, eine innere Sonne in einem aufgehen lässt, obwohl man sich vierzehn Minuten später umdrehen und gehen wird.

Ist das vielleicht eigentlich die reifere Version von Liebe?
Liebe ohne Besitzansprüche. Liebe als pures Anerkennen des anderen als einen großartigen Menschen?

Oder ist es das doch nicht?
Weil eigentlich jeder Gedanke an diese Person eine gewisse Sehnsucht enthält, bestenfalls eine Resignation? Weil eigentlich jedes Mal, wenn man an sie denkt, eine gewisse Hoffnung in Form eines kleinen Oberton des Gedankens mitschwingt, den man zwar ausblenden, aber nie auslöschen kann?

Als ich an diesem Punkt angelangt war, verließ ich meinen Steinquader, und machte mich auf den Weg zur nächsten Gefahrenquelle.

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